Logistikprozesse optimieren: So verlässt Ihre Ware noch schneller das Lager

Dezember 8, 2022
Logistikprozesse optimieren, damit Ihre Ware noch schneller das Lager verlässt

Für Unternehmen, die täglich Waren versenden, spielen Logistikprozesse eine entscheidende Rolle. Dies gilt gleichermaßen für fertigende Betriebe wie auch für E-Commerce Unternehmen. Wichtige Faktoren sind dabei Effizienz, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit: Nur wenn die bestellten Waren schnell Ihr Lager verlassen und zügig Ihre Kundschaft erreichen, können Sie die steigenden Kundenerwartungen erfüllen. Deshalb ist es sinnvoll, eine mögliche Optimierung von Logistikprozessen zu prüfen – schließlich spart effizientere Logistik üblicherweise Zeit, Aufwand und Geld ein.

Inhalt:

Welche Vorgänge fallen unter Logistikprozesse?

Um logistische Geschäftsprozesse zu optimieren, muss zunächst definiert werden, was genau unter diesen Begriff fällt. Tatsächlich handelt es sich um ein sehr weites Feld, das von der Warenanlieferung über die Kommissionierung bis hin zum Versand reicht. Einige dieser Aktivitäten haben Schnittstellen nach außen, etwa zu Lieferanten, Dienstleistern oder zur Kundschaft. Andere Aktivitäten finden innerhalb des Unternehmens oder seiner ausgelagerten Teilbereiche statt. Hierzu zählt die Lagerlogistik.

Folgende Phasen ergeben sich daraus für den Logistikprozess:

  • Wareneingang: Darunter fallen Bestellungen bei Lieferanten, die Anlieferung, die Prüfung der eingegangenen Waren und deren Erfassung im verwendeten System für die Lagerverwaltung.
  • Lagerhaltung/Intralogistik: Die erfassten Waren werden eingelagert, bei Bedarf wieder entnommen und gegebenenfalls kommissioniert.
  • Versand: Hierzu zählen die Verpackung für den Versand, die Kontrolle der Transportkosten, das Anbringen eines Versandlabels und die Bereitstellung für das Versandunternehmen. Auch das Retourenmanagement fällt in diesen Bereich.

Bei fertigenden Unternehmen kommt noch die Stufe der Produktion hinzu, die ebenfalls in die Logistikkette mit eingebunden ist. Ziel ist, einen reibungslosen Materialfluss und Warenfluss über die verschiedenen Logistikprozesse hinweg zu erreichen.

Welche Vorteile haben automatisierte Logistikprozesse für den E-Commerce?

Gerade im E-Commerce machen Geschwindigkeit, Effizienz, Qualität und Service den wettbewerbsentscheidenden Unterschied. Hierbei kann eine Automatisierung der Logistikprozesse große Vorteile bieten. 

  • Eine automatisierte Verarbeitung von Bestellungen spart nicht nur Zeit, sondern ist auch besonders zuverlässig.
  • Der automatisierte Versand von Bestellungen bietet darüber hinaus weitere Vorzüge; über entsprechende Schnittstellen kann z. B. automatisch der günstigste Versanddienstleister gewählt werden und die passenden Versandlabels lassen sich direkt ausdrucken.
  • Außerdem bieten Sendungsverfolgung und automatisiertes Retourenmanagement ein positiveres Einkaufserlebnis für die Kundschaft.

Um die Vorteile digitaler Prozesse voll auszuschöpfen, können Sie an verschiedenen Punkten der Logistik ansetzen. Zunächst sind natürlich einzelne Prozessoptimierungen möglich. Ohne ein gut integriertes Gesamtkonzept, das auf einer durchdachten Logistikstrategie aufbaut, können diese jedoch ihren Nutzen nicht komplett entfalten. Sie erhalten dann oft keinen ganzheitlichen Überblick, etwa über Durchlaufzeiten. 

Eine wichtige Maßnahmen ist daher, eine geeignete Lagerverwaltungssoftware zu implementieren, die ins ERP-System des Unternehmens eingebunden bzw. direkt im ERP integriert ist. Sie sorgt für Struktur, Transparenz und Konsistenz. Ressourcen wie Bestände, Lagerplätze und Lagerkosten können mit einem Lagerverwaltungssystem optimal geplant werden. Am sinnvollsten ist es, die komplette Supply Chain zu digitalisieren – so ist jeder Schritt für zeitsparende Automatisierungen anschlussfähig.

Wie Sie beim Optimieren von Logistikprozessen Ihre Ziele erreichen

Bei der Logistikoptimierung ist es zunächst wichtig, sich einen umfassenden Überblick über bestehende Arbeitsabläufe, Logistiksysteme, derzeitige und künftige Anforderungen sowie existierende Schwachstellen zu verschaffen. Hierfür können Sie zunächst eine eingehende Prozessanalyse des Ist-Zustandes durchführen. Dabei decken Sie in den Prozessen alle Stellen auf, die noch verbesserungswürdig sind, z. B. Vorgänge, die derzeit sehr viel Zeit- und Personalaufwand benötigen, Vorgänge mit hohen Kosten oder solche, bei denen es immer wieder zu Fehlern kommt. Grundlage kann etwa die Auswertung vorhandener Daten aus Ihrem ERP sowie verfügbarer Kennzahlen sein. Darüber hinaus ist es sinnvoll, direkt mit den Mitarbeitenden zu sprechen, die in logistische Prozesse eingebunden sind oder auch indirekt damit in Verbindung stehen.

Hierbei sind die jeweiligen konkreten Optimierungspotenziale realistisch zu betrachten: In der Lagerhaltung können Barcodescanner oder RFID-Tags zum Erfassen der Waren eine sinnvolle Ergänzung sein, mit der sich ein Teil der Ein- bzw. Auslagerung automatisieren lässt. Der Einsatz von Robotern zur voll automatisierten Entnahme von Waren kann ein praktikabler Ansatz sein. Solche Überlegungen, also Aufwand-Nutzen-Kalkulationen, fallen unter die sogenannte Potenzialanalyse. Als nächstes gilt es, aus den gesammelten Informationen konkrete Abläufe und Maßnahmen zu definieren – sowie natürlich das Umsetzen der Pläne.

Tipps zur Prozessoptimierung

Optimierte Prozesse sind in der Regel wirtschaftlicher und schlanker. Damit trägt die Verbesserung von Prozessen insgesamt zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens bei. Hierbei ist ein gut geplantes Vorgehen sehr wichtig, um Potenziale für die Optimierung voll auszunutzen. Mit gut gemeinten, aber schlecht durchdachten Maßnahmen könnten Sie schlimmstenfalls sogar Schaden anrichten. Es gibt verschiedene erprobte Methoden und Abläufe, mit denen sich eine Analyse, Auswertung und Neugestaltung der Prozesse in Ihrer Logistik bzw. Lieferkette durchführen lässt. Dazu zählen etwa:

  • Balanced Scorecard: Alle Unternehmensziele sowie Kennzahlen und Indikatoren werden übersichtlich aus der Finanz-, Kunden-, Prozess- und Entwicklungsperspektive dargestellt.
  • Business Process Reengineering: Bei diesem Verfahren werden alle Prozesse radikal umgestaltet; der Schwerpunkt liegt dabei auf Kundenorientierung und den Kernkompetenzen des Unternehmens.
  • Lean Management: Das Ziel von Lean Management ist, Prozesse durch Beseitigen unnötiger Tätigkeiten schlanker, effizienter und letztendlich wirtschaftlicher zu machen. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse des „Wertstroms“ im Unternehmen, also auf wertschöpfenden Prozessen. Ergebnis des Lean Managements sind Abläufe, die eine hohe Kundenorientierung aufweisen.
  • Prozessablaufplan / Prozesskettenmanagement: Ein solcher Plan beinhaltet sämtliche erforderlichen Schritte eines einzelnen Prozesses und dient sowohl der Übersicht als auch der Identifizierung einzelner Ansatzpunkte für Optimierungen.
  • Kaizen-Methode: Die Methode konzentriert sich auf Prozessoptimierungen, die regelmäßig und inkrementell erfolgen (KVP). Dabei werden nicht nur Führungskräfte, sondern Mitarbeitende auf allen Hierarchiestufen berücksichtigt.

ERP-Systeme für effizientere Logistikprozesse nutzen

Die Logistik ist kein abgetrennter Teilbereich eines Unternehmens, sondern tief in weitere betriebliche Prozesse eingebunden. Wenn ein Kunde oder eine Kundin etwas bestellt, ist letztendlich auch die Lagerung dafür entscheidend, ob er bzw. sie das bestellte Produkt schnell erhält – und welcher Aufwand dabei für das Unternehmen entsteht. 

Ein digitales ERP-System, in das logistische Prozesse nahtlos mit eingebunden sind, bietet aus diesem Grund zahlreiche Vorteile. Damit wird die Lagerhaltung in Ihre digitalisierte Warenwirtschaft integriert und ist für sämtliche weitere Schritte nahtlos zugänglich. Ein einfaches, aber typisches Beispiel dafür ist, wenn die Verfügbarkeit Ihrer Produkte direkt im Onlineshop angezeigt wird. Nützlich ist die Verbindung von ERP und Logistik neben der Bestandsverwaltung aber auch in diesen Bereichen:

  • Bestellmanagement
  • Wareneingang und Lagerverwaltung, RFID-Schnittstellen
  • E-Commerce-Schnittstellen
  • Schnittstellen zu Buchhaltung und Third Party Logistics
  • Auswertungs- und Analysefunktionen (z. B. um schnell auf Engpässe, Nachfrageänderungen usw. reagieren zu können)
  • Echtzeitdaten

Damit bieten geeignete ERP-Systeme eine ideale Grundlage für jegliche Automatisierungen im Logistikbereich. Zugleich haben Sie damit Ihr Lager sowie sämtliche logistische Prozesse stets in Echtzeit im Blick und können die gewonnenen Daten beispielsweise für Prognosen nutzen und anwenden. Die Verbindung von ERP und digitalisierter Logistik ist auch die erforderliche Basis für kostensparende, moderne Trends wie Just-in-time-Logistik.

Die Vorteile des E-Commerce Cloud Boosters für digitale Logistik

Wenn Sie die Abläufe in Ihrem Unternehmen digitalisieren möchten, ist es wichtig, dass das verwendete ERP-System eine umfassende Funktionalität für die Einbindung Ihrer Logistik bietet. Zudem sollte bereits vorhandene Software wie ein Lagerverwaltungssystem integriert werden können.

Wir setzen in solchen Fällen, geleitet von unseren Erfahrungswerten, erfolgreich auf den E-Commerce Cloud Booster, der auf der SAP-Cloud-Lösung basiert. Die benutzerfreundliche All-in-One Lösung umfasst eine Anbindung an Ihr Shopsystem, Omnichannel Order Management, Möglichkeiten zur Prozessoptimierung von Lager und Logistik, Funktionsmerkmale für wirksames Supply Chain Management (SCM) sowie eine Finance- und Reporting-Funktionalität. Damit benötigen Sie keine zusätzliche Lösung für Ihre Lagerverwaltung und sämtliche wichtige Funktionen sind optimal integriert. Das Branchenpaket steht für maximale Flexibilität, da es modular – je nach individuellen Anforderungen und Bedürfnissen – erweiterbar ist. Erfahren Sie mehr darüber, wie der E-Commerce Cloud Booster zu optimierten Betriebs- und Logistikprozessen beiträgt.

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