Mitarbeiterentwicklung in 7 wertvollen Schritten

Juni 8, 2022
Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterentwicklung ist wichtig, um gutes Personal langfristig zu halten. Daher sollte sie keine Worthülse sein – die Personalentwicklung ist an Maßnahmen geknüpft, die erfüllt sein sollten. Erfahren Sie, welche Vorteile das hat, worauf es ankommt und wie Sie Ihr Team gezielt fördern. 

Ein gutes Arbeitsverhältnis geht heutzutage weit über ein reines Angestelltendasein hinaus. Mitarbeitende sind nicht nur tätig, sondern ein bedeutender Teil der gesamten Unternehmensstruktur. Das gibt schon der dynamische Wettbewerb am Arbeitsmarkt her – zufriedene und loyale Fachkräfte sind goldwert. Genau darauf zahlt die Mitarbeiterentwicklung ein.

Inhalt:

1. Was bedeutet Mitarbeiterentwicklung?

Vom Start-Up bis zum Konzern: Aus unternehmerischer Sicht ist die Mitarbeiterentwicklung eine Investition. Aufgabenfelder und konkrete Tätigkeiten ändern sich, wenn ein Business funktioniert und wächst. Ein gutes Beispiel ist die Erschließung neuer Märkte – auch international.

Doch dadurch verändern sich die Anforderungen an Mitarbeitende. Dabei sind die Arbeitgebenden dafür verantwortlich, dass ihr Team mit der unternehmerischen Entwicklung mithalten kann. Umso wichtiger sind effektive Personalentwicklungsmaßnahmen, die Unternehmensziele direkt unterstützen. 

Vorteile und Ziele der Personalentwicklung

Wenn Sie motivierte Mitarbeitende beschäftigen, die gern bei Ihnen arbeiten, optimieren Sie die generelle Leistung und schaffen ein echtes Team. Sie binden gutes Personal an Ihr Unternehmen. Darüber hinaus gewährleisten Sie in verschiedenen Bereichen spezifische Expertise, indem Sie eigene Talente gezielt aufbauen. Auf diese Weise entwickeln Sie intern qualifizierte Führungskräfte, statt sie am umkämpften Fachkräftemarkt zu finden und teuer einzukaufen.

Das sind die primären Vorteile und Ziele der Mitarbeiterentwicklung:

  • Steigerung der allgemeinen Teamleistung
  • Förderung und Bindung von Mitarbeitenden
  • Aufbau von Talenten
  • Interne Entwicklung von Führungskräften

Die Personalentwicklung ist keine Einbahnstraße. Im Fokus sollten grundsätzlich die Bedürfnisse der Mitarbeitenden stehen – vom großen Ganzen bis zu individuellen Karrierewünschen. Eine Perspektive, sich zu entwickeln und mehr Verantwortung zu übernehmen, kann die Arbeitsmoral und Identifikation mit dem Unternehmen enorm fördern.

Der Personalentwicklungsprozess

Eine gute Mitarbeiterentwicklung beansprucht Zeit – sowohl bei der Konzeption als auch bei der Umsetzung. Doch das zahlt sich aus, denn je mehr Mitarbeitende Sie fördern, die mit internen Abläufen und Tätigkeiten vertraut sind, desto weniger Zeit müssen Sie investieren, um neues Personal zu suchen und einzuarbeiten.

Als Grundlage dient ein Entwicklungsplan für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Nicht jedes Teammitglied möchte sich kontinuierlich entwickeln. Erkennen Sie Bedürfnisse und Potenziale, indem Sie mit Ihrem Team sprechen – die Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden ist elementar. So können Sie gemeinsam realistische Ziele definieren und entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen festlegen.

Die Mitarbeiterentwicklung ist ein komplexer Prozess, der nicht damit endet, die besprochenen Maßnahmen durchzuführen. Beobachten und evaluieren Sie die Umsetzung anhand klar messbarer Kennzahlen, analysieren Sie Etappenziele, unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden fortwährend und loben oder belohnen Sie positive Ergebnisse.

Dadurch können Sie jederzeit intervenieren oder weitere Schritte besprechen – und sicherstellen, dass die Maßnahmen erfolgreich sind.

2. Die 7 Schritte der Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterentwicklung besteht nicht nur aus Mitarbeiterschulungen durch Seminare. Tatsächlich fokussiert sie überwiegend das praxisnahe Lernen. Als theoretische Basis fungiert hier das 70:20:10-Modell. Was macht erfolgreiche Führungskräfte aus?

Das Modell sagt Folgendes:

  • 70 Prozent sind komplizierte Aufgaben und berufliche Herausforderungen
  • 20 Prozent sind das Arbeitsumfeld und vor allem die Vorgesetzten
  • 10 Prozent sind Weiterbildungen durch Schulungen, Bücher etc. 

Alle sieben Maßnahmen der Mitarbeiterentwicklung können wichtig sein. Da sie nach dem 70:20:10-Modell nicht gleichwertig sind, müssen Sie sie aber nicht zwingend in jeden Entwicklungsplan für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen integrieren. Am bedeutendsten sind jene Maßnahmen, die Lernprozesse im beruflichen Alltag realisieren – analog zum bekannten „Learning by Doing“-Prinzip. Lernen durch soziale Interaktion und Trainings runden die Mitarbeiterentwicklung ab.

SCHRITT 1:

Lernen im Job ermöglichen

Schaffen Sie eine positive Lernkultur, indem Sie Mitarbeitenden keine neuen Aufgaben überstülpen, sondern ihre persönlichen Vorstellungen und Ziele berücksichtigen. Je näher das Entwicklungspotenzial am eigenen Interesse liegt, desto motivierter sind sie.

Zudem ist es wichtig, dass sich ein Personalentwicklungsprozess schnell und einfach in den Arbeitsalltag integrieren lässt, um aus den 70 Prozent des 70:20:10-Modells bestmögliche Effekte zu erzielen – das sogenannte „Training on the Job“.

SCHRITT 2:

Verantwortung übergeben

Fördern Sie Ihre Mitarbeitenden, aber nehmen Sie sie nicht komplett an die Hand. Je selbstbestimmter und proaktiver die Mitarbeiterentwicklung verläuft, desto motivierter setzen Teammitglieder die Maßnahmen um.

SCHRITT 3:

Lernmaterialien bereitstellen

Zu einer gesunden Lernkultur gehört es, dass Mitarbeitende unkompliziert auf die nötigen Mittel zugreifen können. Dafür eignen sich insbesondere Cloud-Lösungen. Ermutigen Sie Ihr Team, selbst Lernmaterialien entsprechend ihrer Kompetenzen anzufertigen – das stärkt ihr Verantwortungsgefühl und festigt die Lernfortschritte. 

SCHRITT 4:

Interne Workshops durchführen

Der Austausch ist eine bedeutende Personalentwicklungsmaßnahme: Talente machen erste Führungserfahrungen, weil sie in Workshops selbst Inhalte vermitteln, andere Teammitglieder erhalten neues Wissen und das Unternehmen profitiert abteilungsspezifisch von umfangreich geschultem Personal. Auch Arbeitsgruppen bieten sich hier an.

SCHRITT 5:

Mentorenprogramme einsetzen

Die gezielte Talentförderung innerhalb der Mitarbeiterentwicklung sollte detailliert und persönlich ablaufen. Hierzu bieten sich Mentorenprogramme an, in denen sehr erfahrene Teammitglieder oder Führungskräfte ihr Wissen unmittelbar an bestimmte Mitarbeitende weitergeben, sie begleiten und durch Coaching und Feedback fördern. 

SCHRITT 6:

Weiterbildungen anbieten

Beim „Training off the Job“ geht es um Lerninhalte, die Mitarbeitende außerhalb der beruflichen Praxis erwerben – vorwiegend Hard Skills. Dazu zählen längere Fortbildungen sowie kurze externe Workshops. Eine gründliche Recherche ist wichtig, um wirklich effiziente Weiterbildungen zu finden. 

SCHRITT 7:

Externe Coachings empfehlen

Externe Coachings bieten sich an, um Soft Skills auszubauen. So kann ein Coaching beispielsweise helfen, Führungsqualitäten zu verbessern.

Die Chronologie der einzelnen Schritte richtet sich nach dem 70:20:10-Modell. Allerdings kann die Reihenfolge variieren, denn beispielsweise muss für besonders komplexe Aufgaben gegebenenfalls eine vorherige Schulung erfolgen.

3. Transparent dokumentieren und kommunizieren

Die Mitarbeiterentwicklung ist ein bedeutender Teil des modernen Personalmanagements. Sie umfasst einen umfangreichen Personalentwicklungsprozess mit vielen strategischen Stufen.

Performance & Goals von SAP SuccessFactors bietet dafür die optimale Grundlage, um Entwicklungsmaßnahmen transparent und übersichtlich zu dokumentieren, Förderungsmöglichkeiten bereitzustellen und Entwicklungsgespräche zielgerichtet zu führen.

Mit der Lösung wissen Ihre Mitarbeitenden immer, an welchem Punkt ihrer Karriere sie aktuell stehen, welche Aufstiegschancen es gibt und was sie tun müssen, um den nächsten Schritt zu gehen. 

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