OKR Methode – das Erfolgsrezept für Ihre Mitarbeitenden aus dem Sillicon Valley

Juni 15, 2022
OKR Methode

Niemals zuvor war es wichtiger als heute, Mitarbeitende zu motivieren und Ihnen Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten klar aufzuzeigen. In einer sich schnell verändernden Arbeitswelt und zunehmend verteilten Teams durch Homeoffice ist dabei die Einbindung eines jedes Einzelnen entscheidend.

Motivation entsteht vor allem durch Transparenz und die Teilhabe an strategischen Prozessen. Dabei kann die OKR-Methode einen entscheidenden Beitrag leisten. Dieser ursprünglich von Intel-Mitbegründer Andy Groove entwickelte Managementansatz wurde schon 1999 bei Google eingeführt und ist bis heute ein wesentlicher Erfolgstreiber des Unternehmens. Warum OKR auch für den deutschen Mittelstand wertvolles Potenzial birgt, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen. Neben Definition und Funktion der Methode, zeigen wir Ihnen ebenso konkrete Beispiele aus der Praxis.

Inhalt:

1. Was ist die OKR Methode?

Das Akronym OKR steht für „Objectives and Key Results“. Es vereint ein agiles Framework zum Setzen von Zielen (= Objectives) und zur Messung von Schlüsselergebnissen (Key Results) sowie das Beste verschiedener Managementmethoden. Somit ist OKR nicht nur ein Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung zielgerichteter und moderner Mitarbeiterführung, sondern ein ganz eigener Denkansatz, der es Mitarbeitenden ermöglicht, Zusammenhänge zu verstehen und auf dieser Grundlage Entscheidungen zu treffen. Die OKR- Methode ermöglicht es Organisationen und Teams jeder Größe, eine Vision durch Fokussierung, Klarheit und Transparenz motiviert umzusetzen.

2. Wie funktioniert die OKR Methode?

#1. Unternehmensvision erstellen:

Am Anfang jedes Prozesses steht die Festsetzung eines Unternehmensleitbildes. Es formuliert die grundsätzliche Richtung und schafft damit eine Orientierung für jeden einzelnen Mitarbeitenden. Auf dieser Basis lassen sich nun am besten quartalsweise Objectives, also einzelne Ziele, bestimmen.

#2. Objective / Hauptziel bestimmen:

Ein solches Ziel sollte qualitativ, ergebnisorientiert, ambitioniert und inspirierend sein.

Am Beispiel eines Restaurants könnte ein OKR so aussehen:

Gastwirt XY hat trotz Marketing-Aufwand keine nennenswerte Umsatzsteigerung oder erhöhte Auslastung für sein Restaurant erzielen können. Nun formuliert er mit seinen Mitarbeitenden folgendes Objective: Durch eine Rundum-Optimierung der Angebote wird der Umsatz pro Gast und gleichzeitig die Zufriedenheit gesteigert.

#3. Beschreibung eines Key Results:

Das quantitative Schlüsselergebnis beschreibt, wie man zum Ziel kommt und ob es erreicht wurde.

Im Fall des Gastwirtes könnten das konkrete Zahlen bezüglich des Umsatzes und der Messbarkeit der Zufriedenheit sein.

  • Der durchschnittliche Umsatz wurde pro Gast von XX EUR auf XX EUR gesteigert.
  • Die durchschnittliche Google-Bewertung wurde von X Sterne auf X Sterne gesteigert.

Wichtig dabei ist:
Sowohl Objectives als auch Key Results beschreiben den „Outcome“, also den Nutzen bzw. Wertbeitrag, und nicht den „Output“, also die reine Bewertung der Tasks.

Die Tasks, also die Maßnahmen, um die Key Results zu erreichen, wären in diesem Fall zum Beispiel:

  • Attraktivere Gestaltung der Speisen

  • Ein erweitertes Angebot an Speisen

  • Schulung des Personals

Wichtig:
Die Tasks können sich während eines OKR-Zyklus ändern. Objective und Key Results sollten je
doch bis Ende des OKR-Zyklus unverändert bleiben, um beurteilen zu können, ob das Ziel erreicht wurde.

Whitepaper OKR-Methode

Guideline:

OKR-Methode
In wenigen Schritten zur effizienten Zielentwicklung für Ihr Unternehmen

3. Was ist der größte Unterschied zu anderen Management-Methoden?

Der größte Unterschied und gleichzeitig der größte Vorteil von OKR gegenüber anderen Methoden ist ihre Agilität. Während normalerweise das Management die Team- oder Unternehmensziele vorgibt und die Mitarbeitenden nur im Jahresgespräch Gelegenheit haben, eigene Ziele einzubringen, werden qualitative Zielsetzungen (Objectives) und quantitative Messungen von Schlüssel- oder Ergebniskennzahlen (Key Results) mit OKR in kürzeren Intervallen überprüft. So minimiert sich die Gefahr, dass Projekte in die falsche Richtung laufen. Auch lassen sich auf diese Weise ambitionierte Ziele angehen und Verbesserungen schneller umsetzen.

Durch die transparente Abstimmung und höhere Eigenverantwortlichkeit steigt die Motivation. Denn Mitarbeitende, die das große Ganze überblicken, empfinden ihren eigenen Beitrag als sinnstiftender.

Nicht zuletzt lassen sich auch Mitarbeitergespräche effektiver gestalten, denn mit der OKR Managementmethode können Individualziele den Unternehmenszielen besser angepasst werden.

4. Vorteile mit der OKR-Methode auf einen Blick

  • Definition messbarer Ziele für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg

  • Transparente, offene Kommunikation

  • Förderung der Selbstorganisation und Motivation der Mitarbeitenden

  • Beschleunigte innerbetriebliche Prozesse

5. Mitarbeiterzufriedenheit – auch für Start-Ups und mittelständische Unternehmen relevant

Da der Austausch von Zielen und Ergebnissen wesentlich zur Mitarbeiterzufriedenheit beiträgt, ist die OKR-Methode für alle Unternehmen von Vorteil, wenn man sie konsequent angeht. Eine Herausforderung dabei ist, Ziele und Schlüsselergebnisse richtig zu definieren.

Damit das Erfolgsrezept von Google & Co. auch für das eigene Unternehmen zu nachhaltigem Erfolg führt, bietet das Tool Performance & Goals von SAP SuccessFactors die optimale Unterstützung. Mithilfe der Software können die übergeordneten strategischen Unternehmensziele festgelegt und auf individuelle Mitarbeiterziele übertragen werden. Mit weiteren Funktionen lassen sich die Leistungen der einzelnen Beschäftigten exakt, klar und objektiv messen und nachvollziehen.

6. Fazit

Mitarbeiterführung kann mit der OKR-Methode ganz neu gedacht werden. Am besten holen Sie sich zum Einstieg erfahrene Hilfe an Ihre Seite. Als Experten für SAP SuccessFactors und HR-Cloudlösungen unterstützen wir Sie dabei gern.

Sie haben Fragen an dinext.?

Melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail: